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Kurs B: Die mediale Konstruktion des Fremden zwischen Klassik und Gegenwart

Kursleitung: Thomas Ritschel, Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen
> Detailliertes Kursprogramm

Mit der Aufklärung, in Deutschland besonders mit der Klassik, begann eine breite intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema „Fremderfahrung“ – vor allem in der Philosophie, der Literatur und der Anthropologie. Es ging dabei um mehr als um den Versuch einer philosophischen Einordnung des „Fremden“ oder um dessen poetische und literarische Aneignung. Es ging vor allem um die Suche nach einem grundsätzlichen Verhältnis zum Anderen – auch mit deutlichen politischen Implikationen am Beginn des kolonialen Zeitalters. Die Beschäftigung mit den historischen Dimensionen des Themas führt somit zu zentralen Problemlagen unserer Gegenwart: zu den Fragen nach den Mechanismen, den Funktionen und den ethischen, politischen und pädagogischen Konsequenzen der Wahrnehmung des Fremden im Zeitalter der Globalisierung.

Der Kurs nimmt als Ausgangspunkt seiner Überlegungen die mediale Auseinandersetzung mit dem Fremden in der Literatur, der Publizistik, der Malerei, der Fotografie und im Film, wobei er sich auf historische und aktuelle Beispiele, bezieht. In der Analyse der historischen Bestände soll auch nach ihren Wirkungen auf die gegenwärtigen medialen Formen gefragt werden.

Neben den eher theoretischen Anteilen wird es die Möglichkeit geben, im Rahmen des Kurses eine eigene mediale Verarbeitung der Thematik zu realisieren.

Der Kurs ist geeignet für Studierende und Praktiker aus Pädagogik, Medien- und Kulturwissenschaft , Sozial- und Geschichtswissenschaft und Anthropologie.